Paulo Freire hat mit seinem Lebenswerk Wege zu neuem Lernen aufgezeigt. Er wurde zu einem der bedeutendsten Wegbereiter einer Pädagogik für das 21. Jahrhundert. Paulo Freire inspiriert Menschen
in allen Kontinenten zu neuer Hoffnung, dass Pädagogik Beiträge leisten kann für eine menschlichere Welt.
Die Pädagogik der Befreiung entstand in Lateinamerika. Ausgangspunkt der Freire-Pädagogik sind die Lebensbedingungen und die Lebenssituation der Lernenden. Gemeinsam wird überlegt, was, wofür, wie und wo gelernt werden soll. Dies geschieht in der Annahme, dass die Beteiligten gemeinsam die Motivation, das Wissen und die Phantasie aufbringen können, um zu entscheiden, was für sie wichtig ist. Die "Lehrer" geben ihren Anspruch auf, den besten Weg zum Lernen vorgeben zu können. "Lehrer" werden zu Begleitern für die Entfaltung der menschlichen Potenziale, wobei die Verschiedenartigkeit der Menschen berücksichtigt und gewürdigt wird.
Ein wesentliches Merkmal der Pädagogik Freires ist die Bereitschaft für einen offenen Dialog, der auf Liebe gründet. Eine Voraussetzung für diesen Dialog ist der Glaube an den Menschen, an seine Fähigkeiten und seine Möglichkeiten der individuellen Potenzialentfaltung sowie die Hoffnung, dass Veränderung in der Gemeinschaft mit anderen möglich ist.
In der Philosophie Freires spielt die Transformation, hin zu einem neuen, einem kritischen Bewusstsein, eine zentrale Rolle, die am Anfang des 21. Jahrhunderts wachsende Bedeutung zu erlangen scheint. Freire wies auf die besondere Kraft einer befreienden Pädagogik gerade in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und epochalen Übergängen hin.
Paulo Freire inspiriert Menschen in allen Kontinenten auch nach seinem Tod zu neuer Hoffnung, dass Pädagogik Beiträge leisten kann für eine zukunftsfähige Welt. Paulo Freires Pädagogik der Befreiung hat weltweit nicht nur Theoretiker und Praktiker der Erwachsenenbildung, sondern Menschen in vielen anderen Arbeitsfeldern inspiriert. Elemente einer befreienden Pädagogik werden in so verschiedenartigen Bereichen wie Schule, Theater, Theologie, Kindergarten, Interkulturelle Arbeit, Sozialarbeit, Psychologie, Philosophie und Kunst angewandt.